
Eine Literaturausstellung in der Lörracher Regionalbibliothek informierte über alle Aspekte des närrischen Treibens am Rheinknie. Zu sehen waren während der üblichen Öffnungszeiten DVDs und Bücher zu Geschichte, Brauchtum und Tradition der Fasnacht.
Das Besondere: Ausstellungen wie diese ändern sich ständig. Denn im Gegensatz zum Museum mahnt in der Regionalbibliothek kein Schild: "Bitte nicht berühren!" Ganz im Gegenteil: Hier wird in den Ausstellungsstücken gestöbert. Und:
Literatur, die gefällt, kann kostenlos ausgeliehen werden!
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Historisches: Närrisches Treiben in der Vorfastenzeit gibt es schon lange. Indirekte Belege dafür sind Verordnungen und Verbote, die sich für Basel ab dem 14. Jahrhundert und für Mulhouse wie Lörrach ab dem 15. Jahrhundert finden. Im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde auch am Oberrhein zwischen Lörrach und Freiburg rheinischer Karneval mit Narrenkappen, Elferrat und Maskenbällen gefeiert.
Die heute stolz auf ihre alemannische Tradition verweisenden südwestdeutschen Fasnachtszünfte, -cliquen etc. sind in der Regel jüngeren Datums. In Südbaden wurden nicht wenige Vereinigungen erst in der unrühmlichen Nazizeit oder später gegründet – in Lörrach zum Beispiel stammen Narrengilde und Narrenzunft aus dem Jahr 1936. In Basel hingegen gibt es die älteste bestehende Clique, die VKB (Vereinigte Kleinbasler), immerhin seit 1884.
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